TENon5
Mannheim / Deutschland

2015 – 2020

Dem Wettbewerbsziel folgend wurde die architektonische und freiraumplanerische Qualität des städtebaulichen Entwurfs für das Areal unter Berücksichtigung wohnwirtschaftlicher Aspekte fortgeschrieben. Hierbei konnte der städtebauliche Charakter der heterogenen Bausubstanz der Nachbarschaft aufgenommen und fortgeführt werden. Es entsteht eine vertikal akzentuierte Stadtsilhouette, die ein reichhaltigeres architektonisches Bild und zugleich ein vielfältigeres Angebot unterschiedlicher Wohnungstypen bietet. Beides unterstützt die Idee einer guten sozialen Durchmischung im Quartier.

Zur Belebung des Quartiersplatzes eröffnet ein im Erdgeschoss angeordnetes ein Cafe an diesem Ort.

Die Gebäude in der Tiefe sind zum begrünten Innenhof hin differenzierter gestaltet. Die Balkone, Loggien und Terrassen verbinden die Wohnungen mit dem Garten. Das Herz in der Mitte wird zu einem lebhaften Miteinander im neuen Quartier beitragen.

Ausgangslage

Entwicklungsgebiet östliche Unterstadt

Die Umgebung des Quartiers ist geprägt durch eine städtische Blockrandbebauung verschiedener Epochen. Die heterogene Baustruktur wird durch einen hohen Wohnungsanteil geprägt. Zusammen mit T4 bildet das Quartier T5 ein wichtiges Zentrum für das Wohngebiet in der östlichen Unterstadt, mit Wirkung auf die gesamte Nachbarschaft.

haas cook zemmrich STUDIO2050 haben einen variantenreichen Mix an Gebäudetypen und unterschiedlich großen Grundstücksparzellen entwickelt.

Die einzelnen Gebäude haben ein architektonisch differenziertes äußeres Erscheinungsbild. Auf diese Weise entsteht im Sinne einer Stadtreparatur eine kleinteilige und gegliederte Bebauung mit hoher gestalterischer Qualität.

Wie bei „gewachsenen“ Stadthäusern die über einen langen Zeitraum genutzt werden, sind die Grundrisse des neuen Quartiers T5 so entworfen, dass unterschiedliche Raumanordnungen jederzeit denkbar sind. Eine gewisse Großzügigkeit im Grundriss erlaubt diese individuelle Zimmerbelegung. Unser Ziel ist es die Freiheiten einer gut geschnittenen Altbauwohnung auf das neue Quartier zu übertragen.

Realisation

von Manier bis HCZ

Auf dem Gelände der ehemaligen Sickingerschule wurde vor dem Beginn der Bauarbeiten die historische Stadtmauer Mannheims freigelegt. Einige Meter unter der Geländeoberfläche zeigten sich Reste der Residenzstadt der Kurpfalz, geplant von dem Baumeister Manier. Die Festungsmauern stammten noch aus dem 17. Jahrhundert. Nach ausgiebigen archäologischen Untersuchungen und Kartierungen gab es einen Abtrag oberen Reste der Stadtmauer, um mögliche Hindernisse bei den Gründungsarbeiten zu vermeiden. Im Frühjahr 2018 konnte der Rohbau beginnen und seither wachsen die 10 Häuser. Der Einzug ist für 2020 geplant.

Material

vielfälltige Fassadengestaltung
Die vielfältigen Wohnungstypen der individuellen Mehrfamilienhäuser spiegeln sich auch in den unterschiedlichen Fassaden der Häuser wieder. Eigene Hausadressen mit hohem Wiedererkennungswert steigern den gefühlten Mehrwert der Nutzer und entsprechen der hohen Qualität innerstädtischen Wohnens. Unterschiedliche Fassadenmaterialien, Sichtmauerwerk, Putz- und Holzfassaden prägen das abwechslungsreiche Bild des wiederaufgebauten Quartiers.

Urbanes Wohnen: Das grüne Zimmer

Die Qualitäten des eigenen Gartens und eine Oase der Ruhe inmitten eines dichten städtischen Umfelds

Das Quartier soll nach außen hin sichtbar stark durchgrünt werden. Insbesondere den Dachflächen kommt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle zu. Bäume und Sträucher, die hier gepflanzt werden, zeigen sich zur Straßenseite und stellen hiermit einen wichtigen Grundbaustein der Außenwirkung des Quartiers dar. Gerade an heißen Sommertagen wird sich diese starke und differenzierte “Durchgrünung” positiv auf das Mikroklima im Stadtteilquartier auswirken.

Die Staffelung der Dachterrassen und Wohneinheiten zieht sich herunter bis auf das 3. Obergeschoss obersten, damit auch diese Flächen intensiv für die Begrünung mit Bäumen, Hecken, Sträuchern und Rasenflächen im Sinne einer nachhaltigen Dachlandschaft genutzt werden können. Die Penthouse Wohnungen werden als Staffelgeschosse deutlich von den Traufkanten der Häuser abgerückt und entwickeln sich frei von den Blockkanten. Sie nehmen Firstkanten und Dachschrägen der Umgebung auf und betten sich hiernach harmonisch in die bestehende Dachlandschaft ein.

Short Facts

Bauherr

Stadt Mannheim

Planungsteam

Tragwerksplanung Wettbewerb
Knippers & Helbig – Stuttgart

Tragwerksplanung Realisation
Ingenieurbüro Bogenschütz – Stuttgart

Energiekonzept
Transsolar Energietechnik – Stuttgart

HLSE-Planung
JICHA Ingenieurbüro für Haustechnik – Neidenstein

Bauphysik
BBI - Bayer Bauphysik Ingenieurgesellschaft mbH – Fellbach

Brandschutz
IB Nolte - Ingenieurbüro für Brandschutz – Steinheim/Murr

Fläche

14.000 m2 BGF

Das Team

Boris Rüther

Architekt

Sein Studium startete Boris im schwäbischen Biberach (DE). Nach Zwischenstopps in Luzern (CH) und Berlin (DE) absolvierte er mit dem Master of Arts an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (DE) sein Studium.

Neben der Planung und dem Mitwirken beim Umbau des CAD-labs an der Kunstakademie, engagierte sich Boris während seines Studiums auch an der Planung und Realisierung der Ausstellungsskulptur für die 250-jährige Jubiläumsausstellung „Voila" in der Staatsgalerie Stuttgart. In den Architekturbüros HASCHER JEHLE Architektur, Berlin und Kauffmann Theilig & Partner, Stuttgart konnte Boris ebenfalls wertvolle Praxiserfahrung sammeln.

Nach dem Studium hat Boris das neu gegründete STUDIO2050 fasziniert. Hier arbeitete er an Wettbewerben wie der Erweiterung des Mercedes Benz Campus in Stuttgart und dem Guggenheim Museum in Helsinki, Finnland. Das Empfangsgebäude der Firma Schmalz in Glatten (DE) ist sein erstes realisiertes Hochbau-Projekt, auf das er nicht nur wegen der Auszeichnung "Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer stolz sein kann.

David Cook

Partner Freier Architekt, BA (hons), Dip. Arch (dist), RIBA, BDA

Als Projektpartner bei Behnisch Architekten war David Cook von 1995-2005 verantwortlich für das Harbourside Center (Konzert- und Tanztheater) in Bristol, Großbritannien, das Dänische Nationalarchiv (NPAC) in Kopenhagen, Dänemark, sowie für das Terrence Donnelly Center für zelluläre und biomolekulare Forschung (TDDCBR) an der Universität von Toronto, Kanada. Als Partner bei Behnisch Architekten zwischen 2005-2012 war David Cook verantwortlich für die Hilde-Domin-Schule in Herrenberg, das Nationalzentrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, die Schwetzinger-Terrasse-Kindertagesstätte in Heidelberg, sowie für das Gebäude des Hauptsitzes King Abdullah Financial District (KAFD) in Riyadh, Saudi-Arabien. Er hat an einer Vielzahl von Campus- / Masterplaning-Projekten gearbeitet, darunter UC Dublin, Irland und der Sanierung des Lower Don in Toronto, Kanada. David Cook war auch Co-Kurator der sehr erfolgreichen Wanderausstellung "Ökologie, Design, Synergie" durch Deutschland.

Nach 6 Jahren der Partnerschaft gründet Cook, zusammen mit Martin Haas und Stephan Zemmrich, im April 2012 sein eigenes Büro „haascookzemmrich STUDIO2050“ mit Projekten im In- und Ausland.

David Cook war Belluschi-Gastprofessor für Architektur an der Universität von Oregon, USA. Er pflegt weiterhin eine enge Beziehung zu der Universität und kehrt regelmäßig für Gastvorträge an die Universität zurück.

Auszüge: Projekte

Bristol Harbourside Centre

Bristol Harbourside Centre

David Cook als Projektpartner bei Behnisch Architekten von 1993-1996
Danish National and Provincial Archives, Copenhagen

Danish National and Provincial Archives, Copenhagen

David Cook als Projektpartner bei Behnisch Architekten von 1996-2000
Terrence Donnelly Center for Cellular and Biomolecular Research (TDCCBR), Toronto

Terrence Donnelly Center for Cellular and Biomolecular Research (TDCCBR), Toronto

David Cook als Partner in Behnisch Architekten
Hilde-Domin-Schule, Herrenberg

Hilde-Domin-Schule, Herrenberg

David Cook als Partner in Behnisch Architekten
Institut für Technische Physik (ITEP), KIT, Karlsruhe

Institut für Technische Physik (ITEP), KIT, Karlsruhe

David Cook als Partner in Behnisch Architekten
National Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), Heidelberg

National Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), Heidelberg

David Cook als Partner in Behnisch Architekten

Elisabeth Wiest

Architektin

Nach ihrer Schullaufbahn an der Waldorfschule und einem Work&Holiday-Jahr in Australien studierte Elisabeth an der Hochschule Biberach (DE) Architektur. Dort absolvierte sie nach diversen Praktika und einem Auslandssemester an der UPV Valencia (ES) ihren Master of Arts mit dem Abschlussthema "New Work".

Während der Studienzeit forschte Elisabeth additiv als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Städtebau und Architektur der Hochschule Biberach an einem Forschungsprojekt zur CO2-Minderung in der Stadt, sammelte wichtige Praxiserfahrung an den renommierten Stuttgarter Büros wulf architekten sowie Kilian+Partner und arbeitete für das Fraunhofer-Institut IAO in Stuttgart (DE) an einer Kurzstudie zum Thema „urban production".

Seit 2015 arbeitet Elisabeth als Architektin für haascookzemmrich STUDIO2050.

Zu ihren bisherigen Tätigkeiten zählen unter anderem die Mitarbeit an der Werkplanung des Innenausbaus für die Musikschule Ventspils (LV) und dem Wohnungsbauprojekt Quartier T5 in Mannheim (DE), welches sie seit Planungsbeginn an Projektarchitektin begleitet.

Hanxiao Liu

Han hat an der University of British Columbia in Vancouver (Canada) mit Major in Mechanical Engineering studiert. Sein Master in Architecture und dem Certificate in Landscape Studies hat er an der University of Pennsylvania in Philadelphia (USA) erworben. Während und nach seinem Studium war Han in mehreren Büros in Canada, den USA und China tätig. Unter anderem arbeitete er bei Environmental Control and Safety Engineering in Burnaby, Canada, MCW Consultants (Vancouver), ABB Robotics Division (Shanghai), sowie SOM in New York, USA. Han hat den angesehenen Arthur Spayed Brooke Memorial Award erworben.

Seit 2012 arbeitet Han als Architekt und Projektleiter für haascookzemmrichSTUDIO2050. Zu seinem bisherigen Tätigkeiten zählt die Mitarbeit an Wettbewerben (u.a. Guggenheim Museum in Helsinki, Deutsches Pavilion für die Expo in Mailand, Italien, Mercedes-Benz Campus in Stuttgart, sowie Smichov Residential Area in Prag) und an folgenden Projekten: Fragrant Hill Residences in Beijing, China; Global Geometry Office, Hamburg; Musikschule und Konzertsaal in Ventspils, Lettland, sowie TenON 5 Stadtquartier in Mannheim.

Seit 2017 ist Han für unsere Niederlassung in Shanghai verantwortlich.

Nadia Picotti

Nunzia Moschetta

Stephan Zemmrich

Partner

Stephan Zemmrich hat nach seiner Ausbildung als Tischler in Delft und in Stuttgart Architektur studiert. Nach Tätigkeiten in Rotterdam und Indien bei dem späteren Pritzker Preisträger Balkrishna Doshi, war Stephan Zemmrich seit 2005 in Behnisch Architekten als Architekt und Projektleiter tätig. Neben dem Unilever Gebäude in Hamburg ist hier auch das Dorotheenquartier Stuttgart zu nennen bei dem Zemmrich für den Wettbewerbsentwurf und den Projektstart verantwortlich zeichnet. 2012 hat sich Stephan Zemmrich mit Martin Haas und David Cook selbständig gemacht und das Büro haascookzemmrich STUDIO2050 gegründet.

Auszüge: Projekte

Unilever Hamburg

Unilever Hamburg

Stephan Zemmrich als Projektleiter für Behnisch Architekten Der Neubau für die Hauptverwaltung von Unilever hat einen neuen Akzent in der südlichen Stadtansicht der Hafencity in Hamburg gesetzt. Die offene Bürolandschaft für die gut 1200 Mitarbeiter entwickelt sich um ein zentrales Atrium herum. Das Gebäude ist organisiert wie eine kleine Stadt. Es gruppieren sich Nachbarschaften um eine Welt aus Brücken Plätzen und Rampen. Vielseitigkeit, Leichtigkeit, Transparenz und Dynamik fördern den Austausch. Es ist ein Haus welches Öffentlichkeit schafft. Neben dem innovativen Bürokonzept ist das Unileverhaus das weltweit erste Bürogebäude mit einer LED Beleuchtung als integraler Bestandteil des Nachhaltigkeitkonzepts. Neben dem Umweltzeichen der Hafencity in Gold hat das Gebäude diverse internationale Auszeichnungen erhalten und wird heute im Reiseführer als eine der 10 Hauptattraktionen Hamburgs geführt.

#hcz_tenon5

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