Empfangsgebäude Firma Schmalz
Glatten / Deutschland

2013 – 2015

Das neue Empfangsgebäude der Firma J. Schmalz GmbH soll auf dem Firmengelände in Glatten in einer Baulücke zwischen dem historischen Altbau und einem bestehenden Bürogebäude entstehen. Die Planungsaufgabe bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen Tradition, High-Tech Produktion und Natur. Dieser Dreiklang stellt die „DNA“ des Ortes dar.

Das architektonische Konzept für das Empfangsgebäude folgt dem Prinzip der Offenheit, Klarheit, Transparenz und "Großzügigkeit". Das Gebäude selbst wird in drei unterschiedliche Bereiche gegliedert:

„Hochregal“ - „Lichtfuge“ - „Freie Ebenen“

Die funktional abgeschlossenen Raumeinheiten werden ähnlich einem „Hochregal“ angrenzend an das bestehende Bürogebäude angeordnet.

Die offen zu gestaltenden Bürobereiche, der Konferenzbereich und der Gastraum des Mitarbeiterrestaurants werden auf „freien Ebenen“ verteilt und erhalten einen starken Bezug zur Umgebung und zur Natur. Die „Lichtfuge“ dient nicht nur der Erschließung des Gebäudes, sondern stellt vielmehr das räumliche und architektonische „Highlight“ des Neubaus dar. Der Weg in der Fuge führt als räumliches Element durch das Empfangsgebäude. Hier erlebt der Besucher die Firma Schmalz. Durch einen lichtdurchfluteten Raum wird man vorbei an Konferenzbereichen, Besprechungsinseln, informellen Kommunikationszonen, Treffpunkten und dem Mitarbeiterrestaurant geführt.

Das innovative Energiekonzept sieht eine Bachwassernutzung des nahegelegenen Flusses Glatt vor. Über eine Wärmepumpe wird das Wasser der Glatt für die Betonkernaktivierung und die Fußbodenheizung im Sommer zum Kühlen und im Winter zum Heizen genutzt. Darüber hinaus sorgen insgesamt drei hocheffiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung für ein angenehmes Raumklima. Außerdem ist das neue Gebäude an das Nahwärmenetz der firmeneigenen Hackschnitzelheizanlage angebunden. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und dem Personensteg zwischen Neubau und bestehenden Gebäuden baut Schmalz den Anteil an eigenerzeugter Energie weiter aus. Als Positiv-Energie-Unternehmen erzeugt der Vakuum-Spezialist schon heute mehr Strom und Wärme aus regenerativen Energiequellen, als im gesamten Betrieb verbraucht wird.

Short Facts

Bauherr

J. Schmalz GmbH

Planungsteam

Energiekonzept/ Gebäudetechnik
WSGreen Technologies – Stuttgart

Tragwerksplanung
Werner Sobek – Stuttgart

Landschaftsarchitektur
faktorgrün – Reutlingen

Elektroplanung
ib/h2 – Reutlingen

Fläche

2.020 m2 NF
2.211 m2 BGF

Fotograf

Roland Halbe

Das Team

Boris Rüther

Architekt

Sein Studium startete Boris im schwäbischen Biberach (DE). Nach Zwischenstopps in Luzern (CH) und Berlin (DE) absolvierte er mit dem Master of Arts an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart (DE) sein Studium.

Neben der Planung und dem Mitwirken beim Umbau des CAD-labs an der Kunstakademie, engagierte sich Boris während seines Studiums auch an der Planung und Realisierung der Ausstellungsskulptur für die 250-jährige Jubiläumsausstellung „Voila" in der Staatsgalerie Stuttgart. In den Architekturbüros HASCHER JEHLE Architektur, Berlin und Kauffmann Theilig & Partner, Stuttgart konnte Boris ebenfalls wertvolle Praxiserfahrung sammeln.

Nach dem Studium hat Boris das neu gegründete STUDIO2050 fasziniert. Hier arbeitete er an Wettbewerben wie der Erweiterung des Mercedes Benz Campus in Stuttgart und dem Guggenheim Museum in Helsinki, Finnland. Das Empfangsgebäude der Firma Schmalz in Glatten (DE) ist sein erstes realisiertes Hochbau-Projekt, auf das er nicht nur wegen der Auszeichnung "Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer stolz sein kann.

Eduardo Martín Rodríguez

Architekt

Eduardo hat in Madrid (Universidad Politécnica) und Weimar (Bauhaus) Architektur studiert. Während seinem Studium war er unter anderem in „3GOffice“ und „Gazapo & Marquerie arquitectos“ in Madrid tätig.

Eduardo arbeitet als Architekt bei haascookzemmrich STUDIO2050 seit 2013. Zu seinem bisherigen Tätigkeiten zählt die Mitarbeit an Wettbewerben (u.a. Merecedes Benz Campus in Stuttgart), sowie die Werkplanung für verschiedene Projekte: Schmalz Empfangsgebäude in Glatten (2014-2015), Alnatura Arbeitswelt in Darmstadt (2016-2017) und ein Logistikzentrum in Walldorf (2018).

Stephan Zemmrich

Partner

Stephan Zemmrich hat nach seiner Ausbildung als Tischler in Delft und in Stuttgart Architektur studiert. Nach Tätigkeiten in Rotterdam und Indien bei dem späteren Pritzker Preisträger Balkrishna Doshi, war Stephan Zemmrich seit 2005 in Behnisch Architekten als Architekt und Projektleiter tätig. Neben dem Unilever Gebäude in Hamburg ist hier auch das Dorotheenquartier Stuttgart zu nennen bei dem Zemmrich für den Wettbewerbsentwurf und den Projektstart verantwortlich zeichnet. 2012 hat sich Stephan Zemmrich mit Martin Haas und David Cook selbständig gemacht und das Büro haascookzemmrich STUDIO2050 gegründet.

Auszüge: Projekte

Unilever Hamburg

Unilever Hamburg

Stephan Zemmrich als Projektleiter für Behnisch Architekten Der Neubau für die Hauptverwaltung von Unilever hat einen neuen Akzent in der südlichen Stadtansicht der Hafencity in Hamburg gesetzt. Die offene Bürolandschaft für die gut 1200 Mitarbeiter entwickelt sich um ein zentrales Atrium herum. Das Gebäude ist organisiert wie eine kleine Stadt. Es gruppieren sich Nachbarschaften um eine Welt aus Brücken Plätzen und Rampen. Vielseitigkeit, Leichtigkeit, Transparenz und Dynamik fördern den Austausch. Es ist ein Haus welches Öffentlichkeit schafft. Neben dem innovativen Bürokonzept ist das Unileverhaus das weltweit erste Bürogebäude mit einer LED Beleuchtung als integraler Bestandteil des Nachhaltigkeitkonzepts. Neben dem Umweltzeichen der Hafencity in Gold hat das Gebäude diverse internationale Auszeichnungen erhalten und wird heute im Reiseführer als eine der 10 Hauptattraktionen Hamburgs geführt.

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