Das FCC - eine begrünte, klimaaktive Stadtskulptur
Unser Projekt FCC formuliert den Übergang von der verdichteten, urbanen Stadtlandschaft zum landschaftlich geprägten Parkraum des Zoos. Das organisch geschwungene Bauvolumen wird zum identitätsstiftenden Symbol des Frankfurter Conservation Centers (FCC), dessen Anspruch es ist, die biologische Vielfalt und das Naturerbe der Erde für heutige und kommende Generationen erfahrbar zu machen. Der konsequente Holz-Lehmbau der Obergeschosse und die differenzierte Struktur des begrünten vorgestellten Verschattungssystems übernehmen nicht nur klimaregulierende Funktionen, sondern fördern auch die Biodiversität am Gebäude selbst. Die nach Himmelsrichtungen abgestufte Verglasung optimiert Tageslichtnutzung, solare Gewinne und sommerlichen Wärmeschutz.
Großzügige, zweigeschossige Öffnungen im Erdgeschoss verankern das Gebäude im Stadtraum und schaffen eine einladende, durchlässige Schnittstelle zwischen Innen-und Außenraum. Architektur, Landschaft und Klima verschmelzen so zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Gesamtsystem, das ökologische Verantwortung, funktionale Effizienz und ikonische Präsenz verbindet.
Die zweigeschossige Sockelzone fungiert als öffnender Auftakt: Sie markiert das gemeinsame Entrée des FCC und des Zoos und schafft eine räumliche Schwelle zwischen Stadt und Natur.
Durchblicke und Einblicke, skulptural ausgebildete Lehmtreppenhäuser sowie mehrgeschossige Wintergärten erzeugen eine orchestrierte Sequenz, die Besucherinnen und Besucher vom urbanen Umfeld in die Welt des FCC und des Zoos begleitet.
Das Besucher-Café des FCC öffnet sich großzügig über die Terrasse im 1. Obergeschoss sowie über das Dachcafé und bietet einen direkten, attraktiven Blickbezug in den Zoo. Es wird so zu einem lebendigen Baustein, der den Durchgangsbereich belebt und Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher schafft. Die Verknüpfung von Innen- und Außenraum, Blickbezügen und Aufenthaltszonen unterstützt das Gesamterlebnis des Gebäudes und macht auch das Café zu einem identitätsstiftenden Ort innerhalb des FCC.
Die Räume werden zu Inszenierungen einer ganzheitlichen ökologischen Haltung – Übergangsflächen, die den emotionalen Transfer in eine der Natur verpflichtende Umgebung vorbereiten. Obwohl die beiden Gebäudeteile – Zoo und FCC – zusammen mit den jeweiligen Wohnungen funktional und organisatorisch unabhängig bleiben, bilden sie zusammen ein narratives Geflecht aus Raum, Licht, Materialität und Naturerlebnis. So wird der Übergang vom Stadtraum in die Landschaft nicht nur physisch, sondern auch sinnlich erfahrbar. Das Gebäude erzählt von einer Architektur, die Identität, Nachhaltigkeit und Stadtraumwirkung zu einem integralen Erlebnis verbindet.
Die kompakte Gebäudestruktur, kombiniert mit einem auf die Holzkonstruktion abgestimmten Ausbauraster, bildet die Grundlage für eine wirtschaftliche, ressourcenschonende Bauweise. Der Innenausbau folgt einem modularen Prinzip: flexible Trennwände ermöglichen eine einfache Anpassung an sich verändernde Nutzungsanforderungen, wodurch Räume schnell, standardisiert und mit minimalem Aufwand umgestaltet werden können.
Die Gebäudetechnik ist bewusst reduziert und auf das Wesentliche fokussiert. Natürliche Querlüftung sowie die thermische Speichermasse der Lehm-Holzbalkendecken machen aufwendige mechanische Lüftungssysteme in weiten Bereichen überflüssig. Flächenheizung und -kühlung sind integrale Bestandteile von Wand- und Bodenelementen; zusätzliche Technik- oder Installationsdecken sind nicht erforderlich.
Der Glasanteil der Fassaden ist funktional optimiert: Er erlaubt ausreichend Tageslicht und reduziert zugleich den Energieeintrag. Der Öffnungsanteil orientiert sich an den Himmelsrichtungen, während die Stirnseiten für Fassaden-PV vorgesehen sind. Ein hoher Vorfertigungsgrad, insbesondere bei Holz- und Lehmelementen, ermöglicht eine schnelle, witterungsunabhängige
Frankfurt Conservation Center
Frankfurt Zoological Society
BGF: 7.363,1 qm oberirdisch