Neubau einer Forschungshalle mit Laboren, Maschinenhalle und Bürogebäude
Das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) mit Hauptsitz in Potsdam plant in Groß Kreutz einen zukunftsweisenden „Leibniz-Innovationshof für nachhaltige Bioökonomie" (InnoHof) zur innovativen und interdisziplinären Forschung im Themenfeld Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft sowie zur Öffentlichkeitsarbeit in direkter Nachbarschaft zu einem bestehenden unabhängigen landwirtschaftlichen Betrieb (Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung e.V. - LVAT). Es wird eine Maschinen- und eine Forschungshalle mit Fasertechnikum errichtet, bei der in einer Halle auf zwei Ebenen neben Laboren und Büroflächen auch Orte für den Wissenstransfer entstehen. Eine Freifläche für den späteren Bau einer Forschungsbiogasanlage und Bioraffineriekomponenten mit Lagerboxen wird vorbereitet und ist vorerst begrünt.
Der Gebäudekomplex wird nach den Kriterien des nachhaltigen Bauens geplant, er soll in Bau und Betrieb möglichst klimaneutral und kostengünstig werden. Wo immer möglich, wird auf Wiederverwendung/-verwertung von Baustoffen und den Einsatz nachhaltiger Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen gesetzt.
Der InnoHof umfasst zwei zeitgemäße nachhaltige Neubauten für innovative Forschung und Öffentlichkeitsarbeit bestehend aus Forschungshalle mit Laboren, Büro- und Seminarbereich, Maschinenhalle und umliegenden Umfahrungen bzw. Freigelände. Die Umsetzung berücksichtigt den Status-quo der in der Region typischen landwirtschaftlichen Architektur in Kombination mit den Anforderungen von Forschungsaktivitäten mit internationaler Strahlkraft unter Berücksichtigung der Arbeitsabläufe interdisziplinärer Arbeitsgruppen im Modellbetrieb InnoHof. Das architektonische Konzept für die neue Forschungsinfrastruktur folgt dem Prinzip des Einfachen Bauens, angelehnt an die regionaltypische Hofstruktur. Geplant werden zwei Gebäudevolumen, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Das größere Volumen ist die Administration mit dem angeschlossenen Fasertechnikum in Nord-Süd-Ausrichtung, das zweite Volumen ist die Maschinenhalle in Ost-West Ausrichtung.
Im Fokus des Projekts stehen das Bauen mit Recyclingmaterial und das Zirkulare Bauen. Die tragende Struktur wird als Holzkonstruktion ausgeführt, während die nichttragenden Außenwände in Holzrahmen- bzw. -tafelbauweise geplant sind.
ATB Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V.
BGF: ca. 3.150 qm
Grundstücksfläche 18.000 qm
Als Projektpartner bei Behnisch Architekten war David Cook von 1995-2005 verantwortlich für das Harbourside Center (Konzert- und Tanztheater) in Bristol, Großbritannien, das Dänische Nationalarchiv (NPAC) in Kopenhagen, Dänemark, sowie für das Terrence Donnelly Center für zelluläre und biomolekulare Forschung (TDDCBR) an der Universität von Toronto, Kanada. Als Partner bei Behnisch Architekten zwischen 2005-2012 war David Cook verantwortlich für die Hilde-Domin-Schule in Herrenberg, das Nationalzentrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, die Schwetzinger-Terrasse-Kindertagesstätte in Heidelberg, sowie für das Gebäude des Hauptsitzes King Abdullah Financial District (KAFD) in Riyadh, Saudi-Arabien. Er hat an einer Vielzahl von Campus- / Masterplaning-Projekten gearbeitet, darunter UC Dublin, Irland und der Sanierung des Lower Don in Toronto, Kanada. David Cook war auch Co-Kurator der sehr erfolgreichen Wanderausstellung "Ökologie, Design, Synergie" durch Deutschland.
Nach 6 Jahren der Partnerschaft gründet Cook, zusammen mit Martin Haas und Stephan Zemmrich, im April 2012 sein eigenes Büro haascookzemmrich STUDIO2050 mit Projekten im In- und Ausland.
David Cook war Belluschi-Gastprofessor für Architektur an der Universität von Oregon, USA. Er pflegt weiterhin eine enge Beziehung zu der Universität und kehrt regelmäßig für Gastvorträge an die Universität zurück.
Lisa studierte an der Universität Stuttgart und der Tekniska Högskola in Lund Architektur und Stadtplanung. Vor und während ihres Studiums war Lisa in verschiedenen Architekturbüros tätig, unter anderem bei schneider+schumacher und MGF Architekten. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Diplomstudiums arbeitete sie bei Spoerri Thommen Architekten in Zürichspäter für das Innenarchitekturbüro Weller in Frankfurt. Seit Januar 2016 ist Lisa bei haascookzemmrichSTUDIO2050 als Architektin angestellt. Hier übernahm sie die Projektleitung sowohl für den Alnatura KinderNaturGarten in Darmstadt, als auch für das Rapunzel Besucherzentrum in Legau. Des Weiteren war sie für die Werkplanung der Hauptverwaltung Promega in Walldorf mit verantwortlich. Derzeit ist Lisa Teil des Projektteams Leibnitz Innohof in Potsdam. |
Martin Haas hat in Stuttgart und London Architektur studiert. Von 1995-2012 war Martin Haas bei Behnisch Architekten tätig. Nach dem Gewinn einiger Wettbewerbe war er unter anderem von 1996-2002 mit Jörn Genkel als Projektleiter für die NORD/LB in Hannover verantwortlich. Danach arbeitete Haas an internationalen Projekten in Dubai, Italien und Frankreich bevor er 2005 Partner in Behnisch Architekten wurde. Als Partner war Martin Haas verantwortlich für das Stadtentwicklungsprojekt Riverparc in Pittsburgh, für Labor und Büroprojekte in Paris, für das Haus im Haus in der Handelskammer Hamburg, die Unilever Zentrale und den Marco Polo Tower in Hamburg, sowie für das Ozeaneum in Stralsund. Martin Haas war auch Co-Kurator der sehr erfolgreichen Wanderausstellung "Ökologie, Design, Synergie".
Den Schwerpunkt seiner Arbeit legt Haas auf die Entwicklung innovativer, nachhaltiger Architektur. Nach 6 Jahren der Partnerschaft gründet Haas, zusammen mit David Cook und Stephan Zemmrich im April 2012 sein eigenes Büro haascookzemmrich STUDIO2050 mit Projekten im In und Ausland.
Als Mitbegründer des DGNB ist Martin Haas Mitglied des Präsidiums, und seit 2013 deren Vizepräsident.Seit 2008 hat er eine Gastprofessur and der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA sowie an der Universita di Sassari in Italien inne.
Martin Haas ist Mitglied des Gestaltungsbeirats in Konstanz und Offenburg. Seit 2020 ist er ehrenamtliches Mitglied des Konvents der Baukultur.
Nach seiner Ausbildung zum Tischler folgten das Studium der Architektur und das REAP Masterprogramm an der HCU in Hamburg (DE). Bereits im Studium arbeitete Matthias für Behnisch Architekten in Stuttgart (DE) und Los Angeles (USA) und setzte die Zusammenarbeit nach seinem Abschluss fort.
Nach Stationen als Projektleiter im Büro Heske Hochgürtel Lohse in Lübeck (DE) und bei KSP Jürgen Engel Architekten in Braunschweig (DE) ist er seit 2016 für haascookzemmrich STUDIO2050 als Architekt tätig und seit 2019 Geschäftsführer.
Die Themen der von ihm bearbeiteten Bauaufgaben sind vielfältig und reichen von Wohnungsbau über Büro- und Geschäftshäuser bis hin zu Forschungs- und Laboreinrichtungen.
Von 2016 bis 2020 hat Matthias die Generalplanung für das Logistikzentrum der Assay Immobilien in Walldorf übernommen. Aktuell betreut Matthias als Projektleiter den Leibniz-Innovationshof für nachhaltige Bioökonomie in Potsdam
Stephan Zemmrich hat nach seiner Ausbildung als Tischler in Delft und in Stuttgart Architektur studiert. Nach Tätigkeiten in Rotterdam und Indien bei dem späteren Pritzker Preisträger Balkrishna Doshi, war Stephan Zemmrich seit 2005 in Behnisch Architekten als Architekt und Projektleiter tätig. Neben dem Unilever Gebäude in Hamburg ist hier auch das Dorotheenquartier Stuttgart zu nennen bei dem Zemmrich für den Wettbewerbsentwurf und den Projektstart verantwortlich zeichnet.
2012 hat sich Stephan Zemmrich mit Martin Haas und David Cook selbständig gemacht und das Büro haascookzemmrich STUDIO2050 gegründet.
Clemens absolvierte seinen Bachelor- und Masterstudiengang in Architektur an der Technischen Universität in Braunschweig. Während des Studiums arbeitete er drei Jahre am Institut für Entwerfen und Gebäudelehre, Prof Almut Grüntuch-Ernst als studentischer Mitarbeiter.
Seit 2021 arbeitet Clemens als Architekt im Praktikum (AiP) bei haascookzemmrich STUDIO2050. Seit 2022 ist er Projektmitarbeiter für die Baugruppe VielArten in Tübingen und war 2023 Bauleiter bei der Radstation Tübingen. Aktuell arbeitet Clemens an der Studie für eine Wellerlehmwand Mönchengladbach.
Clemens ist spezialisiert auf die Planung von Projekten mit Fokus auf Holz, Lehm und Strohbau. Bei haascookzemmrich STUDIO2050 kümmert sich um das interne Materialkataster.
Laura absolvierte ihren Bachelor- und Masterstudiengang in Architektur an der Universität Stuttgart mit einem Auslandssemester an der Università La Sapienza in Rom.
Seit 2022 arbeitet Laura als Architektin im Praktikum (AiP) bei haascookzemmrich STUDIO2050. Zu ihrem Tätigkeitsbereich gehört die Entwicklung und Mitbetreuung innovativer Wettbewerbsvorschläge. Aktuell ist sie im Projekt Leibnitz in Potsdam tätig
Jorge studierte seinen Bachelor in Architektur an der National University of Colombia und an der UPS in Barcelona sowie den MSc in Integated Urbanism and Sustainable Design an der Universität Stuttgart. Nach seinem Bachelor arbeitete Jorge mehrere Jahre in Mexiko in der Entwicklung von Projekten mit Holz und Bambus.
Bei haascookzemmrich STUDIO2050 ist Jorge seit 2022 als Architekt im Praktikum (AiP) angestellt. Nach dem Projekt Campus HafenCity in Hamburg ist Jorge seit 2025 Teil des Projektteams YOCA in Wien.
Johanna studierte Ihren Bachelor und Master of Arts in Architektur an der Hochschule Karlsruhe (HKA). Während Ihres Masterstudiums arbeitete Sie als Akademische Mitarbeiterin in der Entwurfsbetreuung.
Seit 2023 ist Johanna als Architektin bei haascookzemmrich STUDIO2050. Nach dem Projekt für DHL Express GmbH und Leibnitz InnoHof ist Johanna seit 2025 stellvertretende Projektleiterin im Projektteam YOCA in Wien.