Lielais Laukums
Ventspils / Lettland

2013 – 2016

Die baltische Stadt Ventspils wird durch ein umfangreiches Stadterneuerungsprogramm in weiten Teilen grundsaniert. Aufgrund der Nutzung als militärisches Sperrgebiet in Zeiten der Sowjetunion sind grosse Bereiche der Altstadt und das Hafengebiet seit den 50er Jahren nicht erneuert worden. Wunderschön gelegen, soll die Stadt wieder zu dem touristischen Anziehungspunkt an der Ostsee werden, welche sie vor der kommunistischen Umwandlung bereits schon einmal war.

Unmittelbar südlich der historischen Altstadt liegt Lielais laukums. Ein weiträumiger freier Stadtplatz, der schon immer ein wichtiger Veranstaltungsort innerhalb der Stadt war. In Zukunft wird hier eine Musik Schule und Konzerthalle den Rahmen für unterschiedlichste Kulturprogramme auf und neben dem Platz geben. haascookzemmrich STUDIO2050 planen neben der Konzerthalle und der regionalen Musikschule auch die Neugestaltung der Platzfläche mit einem zentralen Wasserspiel.

Der Platz wird das neue kulturelle Herz von Ventspils werden. Der „Walfisch“, die zentrale Wasserskulptur auf der Platzfläche erinnert an die Tradtion der Kurländischen Walfangflotte. Inspiriert von den Masten der Schiffe im historischen Hafen und den Arbeiten von Kenneth Snelson stehen die 25m hohen Stahlmasten über einer spiegelnden Wasserfläche. Durch Lichtspiele und Wasserfontänen werden Sie eine besondere Attraktion auf dem Vorplatz der neuen Musikschule werden.

Walfisch

Projekt Beschreibung

Die baltische Stadt Ventspils erlebt nach wie vor einen dramatischen Wandel. Die öffentlichen Gebäude, Straßen und Plätze stehen als Testament für ein umfangreiches städtebauliches Sanierungsprogramm.

Lielais Laukums ist ein großer öffentlicher Platz unmittelbar im Süden des historischen Zentrums der Stadt Ventspils. Dieser soll als zukünftiges Zuhause der neuen regionalen Musikschule und Konzerthalle (derzeit im Bau) dienen. Zusammen mit Freilichtbühnen, öffentlichen Gärten, Wasserspielen und einem zentralen Platz für gesellschaftliche Zusammenkünfte und Feierlichkeiten wird Lielais laukums sich weiter zu dem pulsierenden, kulturellen Herzen der Stadt entwickeln.

Der öffentliche Platz besteht aus einem zentralen Platz, der von einer sehr charakteristischen Landschaft eingerahmt wird. Die beeindruckenden, von Bäumen gesäumten Boulevards werden durch eine Reihe geometrischer Hügel ergänzt. Der größte davon bildet ein Freiluft-Auditorium für die Musikschule. Ein neues Wegenetz definiert öffentliche Verbindungen über den Platz und führt die Besucher zur und von der Musikschule. Die geometrischen Anordnungen von tief liegenden Sträuchern und Blumenbeeten verstärken farbig die modulierte Landschaft.

"The Walfisch", ein großes öffentliches Kunstwerk, befindet sich in exponierter Lage direkt gegenüber der neuen Musikschule und bildet das Herzstück eines öffentlichen Skulpturenprogramms in der Stadt. Das Kunstwerk ist nach dem berühmten Segelschiff der historischen Kurland-Flotte benannt, das in Ventspils stationiert war.

Inspiriert von den Seefahrertraditionen dieses historischen Hafens und den Skulpturen von Kenneth Snelson wird "The Walfisch" durch eine dynamische Anordnung von Stahlmasten definiert, die aus dem Nebel über dem großen Spiegelbecken heraustreten. Die Skulptur wird von Brunnen und Lichtern belebt und verleiht Lielais laukums eine einzigartige Attraktion, die den Besuchern Hinweise auf die reiche Geschichte der Region bietet. Durch die Kombination von Maßstab und körperlicher Erscheinung verleiht die Skulptur dem Platz ein wichtiges visuelles Gegengewicht zur Musikschule.

Die Skulptur und das Becken haben sich schnell als wichtiger gesellschaftlicher Treffpunkt in der Stadt etabliert. In den Sommermonaten tauchen Kinder und Eltern ihre Zehen im kühlen Wasser und spielen in und zwischen den Masten mit dem feinen Nebel den die Fontänen erzeugen. In den Abendstunden verleihen die in den Stahlmasten eingebetteten, beleuchteten Glasdioden Lielais laukums ein einzigartiges Spektakel.

"The Walfisch" hat bereits zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

Short Facts

Bauherr

Stadt Ventspils

Planungsteam

Partner Architekt
Juris Poga, Arhitekta J. Pogas birojs, SIA – Riga / Lettland

Tragwerksplanung
Schlaich, Bergermann & Partner – Stuttgart

Wassertechnik
Gints Jaudzem, SIA Akvedukts – Krustkalni, Kekavas novads / Lettland

Fläche

38.000 m2

Das Team

David Cook

Partner Freier Architekt, BA (hons), Dip. Arch (dist), RIBA, BDA

Als Projektpartner bei Behnisch Architekten war David Cook von 1995-2005 verantwortlich für das Harbourside Center (Konzert- und Tanztheater) in Bristol, Großbritannien, das Dänische Nationalarchiv (NPAC) in Kopenhagen, Dänemark, sowie für das Terrence Donnelly Center für zelluläre und biomolekulare Forschung (TDDCBR) an der Universität von Toronto, Kanada. Als Partner bei Behnisch Architekten zwischen 2005-2012 war David Cook verantwortlich für die Hilde-Domin-Schule in Herrenberg, das Nationalzentrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, die Schwetzinger-Terrasse-Kindertagesstätte in Heidelberg, sowie für das Gebäude des Hauptsitzes King Abdullah Financial District (KAFD) in Riyadh, Saudi-Arabien. Er hat an einer Vielzahl von Campus- / Masterplaning-Projekten gearbeitet, darunter UC Dublin, Irland und der Sanierung des Lower Don in Toronto, Kanada. David Cook war auch Co-Kurator der sehr erfolgreichen Wanderausstellung "Ökologie, Design, Synergie" durch Deutschland.

Nach 6 Jahren der Partnerschaft gründet Cook, zusammen mit Martin Haas und Stephan Zemmrich, im April 2012 sein eigenes Büro „haascookzemmrich STUDIO2050“ mit Projekten im In- und Ausland.

David Cook war Belluschi-Gastprofessor für Architektur an der Universität von Oregon, USA. Er pflegt weiterhin eine enge Beziehung zu der Universität und kehrt regelmäßig für Gastvorträge an die Universität zurück.

Auszüge: Projekte

Bristol Harbourside Centre

Bristol Harbourside Centre

David Cook als Projektpartner bei Behnisch Architekten von 1993-1996
Danish National and Provincial Archives, Copenhagen

Danish National and Provincial Archives, Copenhagen

David Cook als Projektpartner bei Behnisch Architekten von 1996-2000
Terrence Donnelly Center for Cellular and Biomolecular Research (TDCCBR), Toronto

Terrence Donnelly Center for Cellular and Biomolecular Research (TDCCBR), Toronto

David Cook als Partner in Behnisch Architekten
Hilde-Domin-Schule, Herrenberg

Hilde-Domin-Schule, Herrenberg

David Cook als Partner in Behnisch Architekten
Institut für Technische Physik (ITEP), KIT, Karlsruhe

Institut für Technische Physik (ITEP), KIT, Karlsruhe

David Cook als Partner in Behnisch Architekten
National Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), Heidelberg

National Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT), Heidelberg

David Cook als Partner in Behnisch Architekten

Ilyas Ekizoglu

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